Thunderbird Anhänge sofort alle anzeigen

Wer öfter Anhänge in Thunderbird öffnet, der kennt das schon. Am unteren Ende der Mail sind die Anhänge eingeklappt, es ist also mindestens ein Mausklick notwendig, um zu sehen, was für Anhänge die eMail dabei hat.

Das geht einfacher! Ich wollte diesen Klick mir und meinen Kunden sparen und habe auf dieser Seite eine Lösung gefunden.

Anhänge unter Thunderbird immer ausgeklappt anzeigen lassen

Die Lösung ist die Datei Chrome.css zu verändern, oder, wenn Sie nicht vorhanden ist, anzulegen im Profil-Verzeichnis.

Windows: Das geht unter Windows so, dass Ihr ein Explorer Fenster öffnet und oben %appdata% rein schreibt. Dann landet Ihr direkt richtig, geht in den Ordner Thunderbird / Profiles / Profilname. Hier schauen, ob es einen Ordner chrome gibt. Falls nicht, diesen anlegen. Im Ordner  chrome schauen, ob eine Datei userChrome.css existiert. Wenn ja, mit einem Text-Editor öffnen, sonst neu anlegen mit einem Text-Editor.

Mac: Auf dem Mac im Finder das Menü Gehe zu / Gehe zu Ordner aufrufen und als Ziel „/Users/USERNAME/Library/Thunderbird/Profiles/“ eingeben. Dann siehst Du einen crpytischen Namen, der sich bei jedem Thunderbird unterscheidet. Da rein gehen. Hier schauen, ob es einen Ordner chrome gibt. Falls nicht, diesen anlegen. Im Ordner  chrome schauen, ob eine Datei userChrome.css existiert. Wenn ja, mit einem Text-Editor öffnen, sonst neu anlegen mit einem Text-Editor.

In der Datei userChrome.css steht folgendes drin:


/*
* Do not remove the @namespace line -- it's required for correct functioning
*/
@namespace url("http://www.mozilla.org/keymaster/gatekeeper/there.is.only.xul"); /* set default namespace to XUL */

#attachmentView{
background-color:#eee;
}

#attachmentView > [collapsed="true"] {
visibility: visible !important;
}

#attachmentToggle {
display: none !important;
}

#attachmentList > scrollbox {
overflow: visible !important;
}

Jetzt nur noch Thunderbird neu starten und schon sind alle Anhänge immer sichtbar 🙂

Skript-Datei unter OSX MacOS automatisch starten

Auf dem Mac fehlt leider bis heute ein Aufgabenplaner a la Windows. Damit meine ich, dass ich z.B. immer um 23 Uhr ein Backup diverser Daten anlegen möchte, also eine Batch-Datei ausführe. Wer Du schon nur Fragezeichen sieht, dann ist das hier nix für Dich.

Also für die Terminal Cracks:

Du brauchst 2 Dinge. Eine Batch-Datei, die Deine gewünschte Aufgabe erledigt und funktioniert und eine PLIST-Datei, die diese Aufgabe automatisch aufruft und ein paar Zauberkommandos, die es zum Funktionieren bringen.

Nehmen wir an, Du hast schon eine fertige Skript-Datei, nennen wir Sie mal backup-skript.sh. Diese hast Du in Programme / Dienstprogramme abgelegt. Dann sorgt dieses Terminal-Kommando dafür, dass Sie ausführbar wird:

chmod +x backup-skript.sh<

Nun erstellen wir eine sogenannte PLIST-Datei, die für den automatischen Start sorgt. Die sieht dann so aus:

<?xml version=“1.0″ encoding=“UTF-8″?>
<!DOCTYPE plist PUBLIC „-//Apple//DTD PLIST 1.0//EN“ „http://www.apple.com/DTDs/PropertyList-1.0.dtd“>
<plist version=“1.0″>
<dict>
<key>Label</key>
<string>Legt Backups für mich an – hier die Aufgabe benennen</string>
<key>ProgramArguments</key>
<array>
<string>/Applications/Utilities/backup-skript.sh</string>
</array>
<key>StartCalendarInterval</key>
<dict>
<key>Hour</key>
<integer>23</integer>
<key>Minute</key>
<integer>00</integer>
</dict>
</dict>
</plist>

Kopiere oben den XML-Text in den Texteditor. „/Applications/Utilities/backup-skript.sh“ ist der Pfad zur Skript-Datei. Diesen anpassen und den Namen der Aufgabe bei Label eintragen. Unten findest Du die Uhrzeit, wann genau das Skript starten soll. Derzeit geht es um 23:00 Uhr los. Einfach nach Deinen Wünschen anpassen.

Diese XML-Text-Datei speicherst Du jetzt ab unter einem Dateinamen, wie Du magst. Wichtig ist aber die Endung .plist. Gehen wir mal davon aus, dass die Datei Backup-Skript.plist heißt. Lege Sie in dem Library Ordner Deines User im Verzeichnis „LaunchAgents“ ab. Und diese Datei muss root und wheel gehören. Das erledigen diese beiden Kommandos:

sudo chown root ~/Library/LaunchAgents/Backup-Skript.plist
sudo chgrp wheel ~/Library/LaunchAgents/Backup-Skript.plist

Jetzt kannst Du testen, ob die Datei so angenommen wird mit dem Befehl:
sudo /bin/launchctl load ~/Library/LaunchAgents/Backup-Skript.plist

Kommt keine Fehlermeldung stimmt alles.

Hier gibt es eine gute Einführung in das Thema:
http://www.macmark.de/osx_launchd.php

Lösung: Kostenlos Bilder auf SD-Karte mit Mac retten!

Ich habe mit einer SD-Karte einer Kamera am MacBook gearbeitet. Allerdings kommt es gruseligerweise zu Datenverlusten, wenn man das MacBook zu klappt und die SD-Karte einfach heraus zieht oder noch schlimmer, wenn man die SD-Karte dem Mac im Schlafmodus klaut, diese in der Kamera verwendet und dann wieder in den Mac im Schlafmodus einlegt und diesen dann aufweckt. NOT GOOD!

Auf Windows gibt es eine Menge von Programmen, die man zur Rettung verwenden kann, aber auf dem Mac gibt es auf den 1. Blick nur kostenpflichtige Programme.

Stimmt, aber nicht. Es gibt ein Terminal Programm namens PhotoRec. Auf dieser englischen Seite findest Du eine Step by Step Anleitung. Hier findest Du die Download-Seite.

Bei mir hat PhotoRec die gewünschten Dateien wieder hervor gezaubert. Es braucht aber wesentlich länger als die kommerziellen Retter und kopiert auch einfach alles in den Ziel-Ordner, was selbst auf einer wenig verwendeten SD-Karte eine ganze Menge Daten sind, da diese auch mehrfach gefunden und gerettet werden. Das kann schonmal die Speicherkapazität eines MacBooks sprengen, wenn man nicht gerade 20 GByte frei hat.

Wer sich nicht mit dem Terminal und PhotoRec, zu grossen Daten-Mengen bei Rettungen, keinen richtigen Dateinamen und erheblich längerer Zeit beim Suchen herum schlagen mag, der findet im App Store die Software Disk Drill für ca. 44 EUR, die ideal für die Rettung von SD-Karten ist.

Wer sparen mag, muss sich durchs Terminal wühlen.

Lösung: iTunes konnte keine Datensicherung des iPhones durchführen, da die Verbindung zum iPhone getrennt wurde.

Ich wollte mit iTunes auf dem Mac ein Backup meines iPhone anlegen. Jedoch verweigert iTunes den Dienst mit der Fehlermeldung

iTunes konnte keine Datensicherung des iPhones … durchführen, da die Verbindung zum iPhone getrennt wurde.

Was natürlich Blödsinn ist, denn es ist brav per USB mit dem Mac verbunden. Ich habe dann in den Backups mein bisheriges Backup gelöscht und dann startete zumindest das Backup, brachte dann am Ende aber doch die gleiche Fehlermeldung.

Laut Web-Infos sollte ich die Daten im Ordner /var/db/lockdown löschen. Dieser war bei mir aber nicht einsehbar. Ich hatte nicht die Rechte, diesen Ordner einzusehen. Da lag das Problem.

Da hab ich dann das gute alte Festplattendienstprogramm geöffnet und die Zugriffsrechte überprüft und siehe da, er meint auch, dass die Rechte beim Ordner lockdown nicht stimmen. Zugriffsrechte reparieren brachte dann die Lösung und jetzt ist das Backup endlich durch gelaufen.

Anmerkung: Ab OSX 10.11 gibt es diese Funktion nicht mehr im Festplattendienstprogramm. Angeblich fixt das System diese Fehler automatisch selbst.

Hinweise zur Lösung fand ich hier.

Lösung: Mit OSX Spotlight Suche schnell Datei im Finder anzeigen

Die Spotlight Suche war vor OSX 10.10 Yosemite mal einfacher. Jetzt scheint man unbedingt am Ende der Suche „Alle im Finder anzeigen“ klicken zu müssen, um den Pfad der Ergebnisse zu sehen.

Das stimmt aber nicht. Einfach die CMD-Taste drücken und schon siehst Du den Pfad unter dem Vorschau Fenster. Und ein Doppelklick mit der Maus bei gedrückter CMD-Taste öffnet ein Finder-Fenster, in dem sich diese Datei befindet.

Schön! Das kann man intuitiv leider NIEMALS heraus finden. Jetzt weißt Du es 🙂

Lösung: Mails senden an SMTP-Server mit Speedport von Telekom

Egal, mit was für einem Gerät Du versucht eine eMail mit einem eMail Client zu versenden, Du bekommst eine Fehlermeldung und keine Mail raus? Du hast einen Speedport DSL Router und eine eigene eMail-Adresse a la meins@meine-domain.de?

Herzlichen Glückwunsch. Du bist als Kunde der Telekom mit einem Telekom-Sicherheits-Feature ausgestattet worden. Denn seit Jahren habe alle Speedport-Router der Telekom ein Feature, dass es nur erlaubt über bekannte eMail-SMTP-Server a la t-online.de eine eMail zu versenden. Ja, das verhindert ein paar SPAM-Mails von gekaperten Rechnern und behindert gleichzeitig mindestens sehr viel mehr Endkunden, die einfach nur Mails mit dem Absender ihrer eigenen Domain versenden wollen.

Dabei ist es egal welcher eMail-Client im Einsatz ist. Thunderbird, Apple Mail, Outlook, Outlook Express, Windows Live Mail, alle sind betroffen. Die Speedports der Telekom haben freundlicherweise kommentarlos einen Mail-Sende-Schutz drin, der Millionen Kunden verzweifeln läßt. Dich bisher auch? Hier ist die Lösung für Dein Problen:

Logge Dich in den Speedport via Webbrowser mit der Adresse
http://speedport.ip ein. Das Passwort findest Du auf der Rückseite des Routers, wenn Du es nicht geändert hast.

Im Menü oben auf Internet / Liste der sicheren eMail-Server klicken und oben den Haken bei „Liste der sicheren eMail-Server verwenden“ raus nehmen. Das schaltet den Mist aus!

Wenn Du die Telekom unterstützen magst, dann lässt Du die Funktion eingeschaltet und trägst unten den Namen Deines SMTP-Servers ein, also des Servers, der als Postausgangs-Server eingetragen wird.

Die Telekom meint es zwar gut, macht es ihren Kunden aber doch oftmals sehr schwer. Oder wie heißt der schöne Spruch: „Ja, das kannst Du schon so machen. Ist dann aber halt Scheiße.“

Lösung: Lesezeichen in Safari sortieren

Der Safari Browser von OSX wird immer weiter entwickelt, aber die Lesezeichen-Verwaltung ist seit Jahren unverändert. Wer es erlebt, dass er einen irren Berg an Lesezeichen vorfindet, die unübersichtlich und teilweise doppelt sind, der kann mit folgendem Tip die Übersicht deutlich verbessern.

Lege Dir dafür auf dem Desktop einen neuen Ordner an. Es ist egal, wie der heisst. Gehe in den Ordner hinein und drücke die rechte Maustaste und klicke auf „Darstellungsoptionen einblenden“. Klicke dann auf „Sortieren nach: Name“.

Gehe dann in Safari in die Lesezeichen-Verwaltung mit dem Menüpunkt „Lesezeichen bearbeiten“. Hier kannst Du nun einen Ordner aus der Lesezeichen-Verwaltung in den neuen Ordner im Finder ziehen.

Und ZACK sind die Lesezeichen schon sortiert sichtbar. Doppelte kannst Du hier auch direkt sehen, denn sie sind mit -2 und -3 usw. einfach zu erkennen. Die Doppelten einfach löschen.

Hast Du alles aufgeräumt, löschst Du zunächst in Safari genau diesen Ordner in der Lesezeichen-Verwaltung. Danach ziehst Du diesen Ordner aus dem Finder wieder in die Lesezeichen-Verwaltung. Die Darstellung wird 1:1 aus dem Finder übernommen und Deine Lesezeichen sind sortiert. Ganz ohne zusätzliche Software.

Lösung: Apple Mail Anhänge nicht direkt darstellen

Apple Mail ist ein hübscher eMail-Client. Er stellt sogar im Vergleich zu anderen Programmen PDFs direkt in der Mail-Ansicht dar. Das ist recht praktisch, aber wenn man eine eMail ausdrucken möchte, wird auch das dargestellte PDF immer mit gedruckt. Das ist nicht so schön.

Daher gibt es Menschen, die Anhänge gern einfach als Icon sehen würden. In Apple Mail gibt es keine Möglichkeit dieses Verhalten einzustellen, aber es reicht ein Terminal-Befehl:

defaults write com.apple.mail DisableInlineAttachmentViewing -bool yes

Mit diesem Befehl zeigt Apple Mail keine Anhänge mehr intern in den Mails an. Entsprechend schaltet der folgende Befehl die Darstellung der Anhänge wieder an:

defaults write com.apple.mail DisableInlineAttachmentViewing -bool no

Lösung: VirtualBox meldet beim Import „Could not verify the content“ VERR_MANIFEST_UNSUPPORTED_DIGEST_TYPE

Ich wollte mit VirtualBox auf einem Mac eine Appliance bzw. eine virtuelle Maschine in Form einer .ova-Datei herunter laden und importieren.

Virtual Box meint aber beim Import:

Nun habe ich schon im Netz gefunden, dass man die bemängelte Datei „xxx.mf“ einfach aus der OVA-Datei löschen soll, aber wie geht das?

Relativ einfach. Kopier zunächst die .ova-Datei in einen leeren Ordner z.B. auf dem Desktop. Öffne dann das Terminal und tippe „cd “ (mit Leerzeichen) und ziehe dann das Ordner-Icon in das Terminal-Fenster. Bestätige mit Return, dann bist Du in diesem Verzeichnis drin.

Tippe hier:

tar -xvf (appliance.ova)

und ersetze (appliance.ova) durch den Dateinamen der .ova-Datei. Du kannst auch einfach diese Datei ins Terminal-Fenster ziehen. Danach sind alle Dateien in der .ova-Datei entpackt.

Jetzt kannst Du die .ova-Datei und die besagte .mf-Datei einfach löschen, dann sind nur noch die Dateien übrig, die Du brauchst. Tippe dann:

tar -cvf appliance2.ova Datei1 Datei2 Datei3 ...

Appliance2.ova ist die neue .ova-Datei ohne die .mf.Datei. Dahinter folgen alle Dateien, die in dem Verzeichnis liegen. Bei meiner ERA-Appliance (ESET Remote Administrator) sind das die Dateien:

ERA_Appliance.ovf
ERA_Appliance-disk1.vmdk
ERA_Appliance.cert

Diese neu erstellte appliance2.ova Datei lässt sich nun endlich ohne eine Fehlermeldung importieren. 🙂

Lösung: iMac mit superschneller SSD ausrüsten OHNE Öffnen!

SSD in den iMac, aber wie?

Gefühlte Eeeeeeeeeeeeeewigkeiten kommt mir mein iMac mit Festplatte recht langsam vor. Vor allen Dingen, wenn Du mal ein MacBook Air gesehen hast, was sehr flott auf alles reagiert. Mein iMac wurde auch schon etliche Betriebssysteme upgedatet und die Programme-Leiste z.B. öffnet sich mit einigen Sekunden Verzögerung. Auch einfache Programme öffnen sich gefühlt nach einer halben Minute. So geht das nicht. Also habe ich mich schon schlau gemacht, wie man eine SSD in den iMac einbaut. Der iMac ist leider so konzipiert, dass er normalerweise nicht zu öffnen ist. Eine sehr ordentliche Anleitung, wie man dennoch die interne Festplatte gegen eine SSD austauscht, findest Du hier auf Heise.de:

iMac 2009 – 2011 oder iMac 2012 – 2015

Die bessere Alternative: SSD an den iMac

Ich war nun kurz davor mit ein iMac-Öffnen-und-neu-verkleben-Set zu kaufen und es anzugehen, da sprang mir plötzlich eine Seite entgegen, die behauptete, dass man an den USB3-Anschluss des iMac auch eine SSD extern andocken UND als Bootmedium verwenden kann UND dabei noch ordentlich Speed hat.

Das klingt schon viel besser als alles auseinander zu nehmen und geht auf den dünnen aktuellen iMacs ab Jahrgang 2012, denn diese haben USB3. Also habe ich mir eine Icy Box IB-253U3 besorgt, die sowohl USB3, also auch SATA III und UASP für ordentlich Speed bietet. Es ist WICHTIG, einen USB3 Adapter MIT UASP (wie die Icy Box IB-253U3) zu nehmen, denn das sorgt für Extra-Speed!

Der Einbau der SSD geht ohne irgendwelche Schrauben. SSD in das Plastikgehäuse zum Chip stecken. Das Plastikgehäuse klackt mit einem kleinem Haken ins Metallgehäuse und das wars. Sehr easy. An den USB-Anschluss angeschlossen, mit dem Festplattendienstprogramm formatiert mit Mac OS Extended (Journaled) und mittels BlackMagic Disk Speed Test getestet, was für eine Geschwindigkeit möglich ist.

Hier das Ergebnis für einen iMac mit Festplatte aus dem Jahre 2013:

Das ist schon ganz ordentlich. 190 MByte pro Sekunde lesen sind unfassbar gut, wenn man die Arbeitsgeschwindigkeit sieht. Aber 190 MByte sind auch Idealwerte, wenn z.B. 5 GByte am Stück in einer Datei gelesen wird.

Hier das Ergebnis einer Samsung 750 EVO im gleichen Mac mit USB3 und der Icy Box IB-253U3:

Das sieht nicht nur gut aus, das macht auch richtig Spaß. Das System fliegt darauf endlich wieder. Brauchten die Systemeinstellungen von der HD etwa 30 Sekunden, um auf zu gehen, sind diese nun in 1-2 Sekunden da. Super!

Eine Evo Samsung 500 GByte SSD kostet ca. 150 EUR.
Der USB3-Adapter (inkl. SATA III & UASP) kostet ca. 20 EUR.

Der Preis ist lediglich SSD + USB3-Adapter. Das ist deutlich günstiger als so einen Einbau von einer Werkstatt erledigen zu lassen oder selbst daran herumzufummeln. Selber fummeln kostet weniger als eine Werkstatt, aber immer noch etwas mehr Geld und vor allen Dingen Zeit. Die SSD extern anzudocken dagegen geht super flott UND erlaubt mir den vorhandenen Speicher weiter zu verwenden. Bei einer 500 GByte SSD und 1 TByte HD sind das schonmal 1,5 GByte Platz. Und die SSD verschwindet unsichtbar im Kabelkanal unter dem Tisch.

SSD an den iMac Schritt für Schritt

1. Daten aufteilen

Um die interne HD auf die externe SSD zu kopieren, habe ich Carbon Copy Cloner verwendet. Auch mit der kostenlosen Testversion kannst Du als Quelle Deine HD und als Ziel Deine SSD auswählen und in einem Rutsch alles rüber kopieren, falls genügend Platz frei ist. Danach den Mac neu starten und nach dem Gong die ALT-Taste gedrückt halten. Hier siehst Du dann an dem orangen Symbol die externe USB3-SSD. Mit den Cursor Tasten diese auswählen und los gehts.

Was aber nun machen, wenn z.B. intern eine 1 TByte Platte steckt und extern eine 500’er SSD? Ich muss die Daten im Benutzer-Ordner auf SSD und HD aufteilen.

Ich habe mir daher vorher mit JDiskReport angesehen, wie meine Festplatten-Verteilung aussieht. OSX und alle Programme sowie meine Dokumente (inkl. Parallels) sollen alle auf der flotten SSD landen. Alle Bilder, Musik-Dateien und Filme allerdings dürfen gern auf der langsameren Festplatte bleiben. Im Carbon Copy Cloner habe ich daher die Ordner Bilder, Musik und Filme einfach aus geklickt. Diese werden dann rot dargestellt und beim Kopieren weg gelassen. Dann passt auch eine TByte Platte auf eine 500 GByte SSD. Das muss jeder vorher mal durchmessen, wie viele Daten vorhanden sind und nötig sind.

2. OSX und Daten kopieren

Wie bekomme ich nun meine 3 Ordner Bilder, Musik und Filme direkt in meinen User-Ordner hinein?

Es gibt auch die Möglichkeit den gesamten User-Ordner inkl. Library Ordner und Dokumenten zu verändern, wenn Du z.B. nur OSX und die Programme auf einer SSD unterbringen willst oder musst. Dafür gehst Du in die Systemeinstellungen, dann auf Benutzer und klickst dann mit der rechten Maustaste auf Deinen Benutzer und auf Erweiterte Optionen. Evtl. vorher unten auf das Schloss klicken, um die Veränderung zu erlauben. Im erscheinen Fenster im Feld Benutzerordner kannst Du den Pfad zum Benutzer-Ordner eingeben.

Wenn Du aber wie ich den User-Ordner mit Library (z.B. für Thunderbird) und Dokumenten (z.B. für Parallels) auf der SSD lassen möchtest und die fetten Daten auf der Festplatte, dann gehe einfach so vor:

3. Benutzerorder mit großen Daten von der Festplatte in die SSD einbinden

Du hast nun mit Carbon Copy Cloner Deine Daten auf die SSD kopiert und dabei die zu großen Ordner weggelassen. Du hast von der SSD gebootet. Die fehlenden Ordner Bilder, Musik und Filme hat OSX leer wieder angelegt. Diese löschen wir nun.

Öffne das Terminal (entweder oben rechts in der Suche oder via Launchpad).

Das Mac-Betriebssystem erlaubt Dir im Finder nicht die Ordner Bilder, Musik und Filme zu löschen. Diese müssen aber weg. Gib daher im Terminal die folgenden Befehle ein und tausche dabei USERNAME jeweils durch DEINEN Usernamen aus:

sudo mv /Users/USERNAME/Movies /Users/USERNAME/Movies1
sudo mv /Users/USERNAME/Music /Users/USERNAME/Music1
sudo mv /Users/USERNAME/Pictures /Users/USERNAME/Pictures1

Diese leeren (!) umbenannten Ordner kannst Du jetzt mit dem Finder löschen.

Nehmen wir jetzt an Deine alte Festplatte hat den Namen „Macintosh HD“ und Deine neue SSD hat den Namen „Macintosh SSD“ und Du den Usernamen Fritz. Dann sehen die Befehle, um die bisherigen Ordner Bilder, Musik und Filme von der bisherigen Festplatte in den Benutzer-Ordner der SSD zu integrieren so aus:

sudo ln -s /Volumes/Macintosh\ HD/Users/Fritz/Movies /Volumes/Macintosh\ SSD/Users/Fritz/Movies

sudo ln -s /Volumes/Macintosh\ HD/Users/Fritz/Music /Volumes/Macintosh\ SSD/Users/Fritz/Music

sudo ln -s /Volumes/Macintosh\ HD/Users/Fritz/Pictures /Volumes/Macintosh\ SSD/Users/Fritz/Pictures

oder vereinfacht dargestellt:

sudo ln -s /Volumes/HD-Name/Users/USERNAME/Music /Volumes/SSD-Name/Users/USERNAME/Music

Danach sieht mein Benutzer-Ordner fast unverändert aus. Nur die Icons sind nicht mehr die, die OSX vorher für diese Ordner angezeigt hat, weil es jetzt ein „symbolischer Link“ ist, ein tiefer im System verankerter Alias. Aber alle Programme wie iTunes z.B. greifen sofort auf den Ordner auf der Festplatte zu und auch die Desktop-Hintergrund-Einstellung greift nach erneutem Booten wieder und die Desktop-Bilder sind wieder da.

Voila. Mac perfectly upgraded!